Trauer in Oberwesel
DJK-Ehrenvorsitzender Werner Kremer im Alter von 90 Jahren verstorben
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Im Alter von 90 Jahren ist am Freitagmorgen, dem 26. August der Ehrenvorsitzende der DJK „Rheinwacht“ Oberwesel, Werner Kremer, im Seniorenheim in Oberwesel verstorben. Von 1954, der Wiedergründung der DJK “Rheinwacht” Oberwesel bis 1986 führte Werner Kremer die Geschicke des DJK-Vereins am Mittelrhein mit großem Engagement. Er führte die „Rheinwacht“ in diesen 31 Jahren zu einem der größten Vereine Oberwesels, der sich vor allem der Förderung der Jugendarbeit widmete.
Werner Kremer erblickte am 01. Februar 1921 in Niederburg bei Oberwesel das Licht der Welt. Bereits mit sechs Jahren ist er Mitglied der DJK geworden. Als aktiver Turner begann dann sein Weg in der DJK bis zum Verbot der DJK durch die Nationalsozialisten. Nach Überwindung der Nachkriegswirren hat Werner Kremer im Jahre 1954 mit gleichgesinnten jungen Leuten die DJK „Rheinwacht“ Oberwesel neu begründet. Seit dieser Zeit bis zum 08. Januar 1986 führte er den Vorsitz des in der Diözese Trier so angesehenen und besonders rührigen DJK-Vereins in Oberwesel, der damals 450 Mitglieder zählte. Die besonderen Verdienste von Werner Kremer ergeben sich schon aus der Tatsache, dass er die Neugründung gegen nicht unerheblichen Widerstand durchsetzte und dass er 31 Jahre lang ununterbrochen den Vorsitz des DJK-Vereins führte und stets wiedergewählt wurde; und dies wohl vor allem deshalb, weil er sich um die Verwirklichung und Bewahrung christlicher Werte im Sport nachhaltig eingesetzt hat. Werner Kremer war ein besonderer Förderer christlicher Leitmotive in der DJK, da er sie vorlebte und praktizierte. Sein Einsatz und sein Engagement für den Verband waren stets bewundernswert groß. Werner Kremer liebte es sich in der DJK-Gemeinschaft zu bewegen, so besuchte er unzählige DJK-Bundessportfeste, fehlte auf keinem DJK-Diözesantag und war von 1984 bis 1998 Mitglied des DJK-Verbandsausschusses im Bistum Trier. Für sein außergewöhnliches, segensreiches Wirken in Kirche, Verband und Pfarrgemeinde verlieh ihm am 29. Juni 1986 Papst Johannes Paul II, den Verdienstorden „PRO ECCLESIA ET PONTIFICE“ auf deutsch „für Kirche und Papst“. Eine weitere hohe Auszeichnung erhielt er vom DJK-Bundesverband mit dem DJK-Ehrenzeichen in Gold. Besonders stolz durfte er darüber sein, dass er mit den beiden ehemaligen DJK-Diözesanvorsitzenden Alois Kapell (1986-1996) und Volker Monnerjahn (1997-2006) zwei anerkannte DJK´ler mit prägte und förderte.
In tiefer Verbundenheit trauert die DJK-Gemeinschaft um einen Menschen, der sich nachhaltig um die DJK verdient gemacht hat und besondere Spuren hinterlassen hat. Unsere Gedanken sind aber auch bei seiner Familie und insbesondere bei seiner lieben Gattin Hilde Kremer, die ihren Mann auf seinem Weg so intensiv und vorbildlich begleitete. Sie hat einem wunderbaren Menschen den Rücken gestärkt.

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